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Im Schmerz geboren ist ein etwas untypisch geratener Krimi aus Wiesbaden. Es ist ein "Tatort" zwischen Shakespeare-Melodrama und Italo-Western. Diesmal wird der LKA-Ermittler Felix Murot (Ulrich Tukur) von seiner Vergangenheit eingeholt: Sein ehemaliger Freund von der Polizeischule kehrt aus einem Drogenstaat in Lateinamerika massiv in seinen jetzigen Berufsalltag zurück. Der Drogenboss und der Bulle, sie waren einmal in dieselbe Frau verliebt. auch hierfür gibt es als Referenzmaterial einen Lieblingsfilm "Jules et Jim".

Die Musik zu diesem "Tatort" stammt vom hr-Sinfonieorchester, das dafür eigens neun relativ klassische Stücke neu interpretiert hat.




Der Film wurde bereits auf dem Münchner Filmfest ausgezeichnet und hat den Medienkulturpreis von Ludwigshafen erhalten.

  • Die [www.zeit.de/kultur/film/2014-10/tatort-wiesbaden-tukur Zeit-Filmkritik: Möge das Gemetzel beginnen …] #Tatort am 12 Okt 2014


EinstiegBearbeiten

Ein einsamer Bahnhof in Hessen in der Sommerhitze von 1967 (oder wann war Sergio Leonies Mundharmonika?), drei Männer mit Waffen warten, eine Frau steigt aus. Rennt weg. Nichts passiert. Da, doch, ein Mann steigt aus dem Zug. Und kurz darauf liegen die drei Männer tot im Staub. Die Kriminalbereitschaft muss ran. Eigentlich ist Tukur gar nicht zuständig. Eigentlich gehört er hinter einen Schreibtisch. Und dann in Rente.


… und nur noch ZitateBearbeiten

  • Die Schießerei am Bahnhof erinnert stark an"Spiel mir das Lied vom Tod" von Sergio Leone bzw. an den Klassiker "High Noon": In der Mittagshitze wird auf den Zug gewartet, der das Unheil bringt.
  • Die Optik des Konsolenspiels "Red Dead Redemption".
  • Möglicherweise soll die Inszenierung des wegspritzenden Blutes und die eingefärbten Freeze Frames sowie die Standbilder der Erschossenen auf Leone verweisen.
  • Der vielfach präsente starke Gelbstich weckt Erinnerungen an "Fear and Loathing in Las Vegas"
  • An einer Stelle werden die fehlenden LKA-Spezialisten aus Hessen für Bandenkriminalität aufgezählt: ArslanPetzold und Hochhäusler - das sind prominente deutsche Autorenfilmer.
  • Auch der von Alexander Held gespielte Gangster Don Bosco hat seinen Spitznamen von einem bekannten aus der Wirklichkeit, ein katholischer Priester gleichen Namens.


  • Laserpointer aus der finalen Folge von "Breaking Bad" überhöht mit dem Lichtzitat.

RahmenBearbeiten

Alexander Held als Don Bosco führt in Shakespeare-Manier als Chor mit wehendem Mantel und in Versform in das angelaufene Spiel ein, meldet sich zwischendrin noch mal und gibt am Schluss, inzwischen mausetot, den Rausschmeißer.

Zu hören war Bearbeiten

  • Egmont-Ouvertüre von Ludwig van Beethoven
  • Gustav Holsts Orchestersuite "The Planets" (Op. 32)
  • "Lascia ch'io pianga" aus der Oper Rinaldo von G. F. Händel
  • Verdis Gefangenenchor aus "Nabucco".
  • die "Holberg-Suite" von Edvard Grieg
  • die 1. Sinfonie von Johannes Brahms

Dazu die Liste hier ... (mit den SolistInnen)

Und vor dem AbspannBearbeiten

Tukur bittet uns einen kurzen Moment an all die zu denken, die für uns im Film gestorben wurden: Cut, ein Klassenfoto der Leichen-Darsteller. Hübsches Augenzwinkern zum Schluss. 

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